Logo

Etwas zur Entstehung der Eisbahn auf Alp Raguta

Kopfzerbrechen der Feldiser, Scheidner und den Feriengästen stehen am Anfang der Geschichte der Natureisbahn auf Alp Raguta. Der für den sanften Tourismus am Berg so wichtige Sessel- und Skilift sollte erneuert werden, weil die Betriebsbewilligung auslief. Doch es fehlte an Geld und Ideen. So gab es da eine Familie Attinger, bekannt für ihre glanzvollen Curling-Leistungen in aller Welt. Die Familie aus Gockhausen überlegte, wie und wo es wohl möglich wäre, in der Höhe und mit den Vorzügen von Feldis und Scheid ein Eisfeld zu realisieren, um damit der anstehenden Lift-Erneuerung zusätzlichen Auftrieb zu geben. Eine Spinneridee, dachten anfänglich die meisten und staunten nicht schlecht, als die Vision auf 2000 Metern über Meer schliesslich am 1. August im Jahre 2002 Realität wurde.

Aus diesem alten Alpstall bewirteten wir anfänglich unsere Gäste mit einfachsten Mitteln unter schwierigen Bedingungen.

Das Wasser reichte allerdings kaum. Also musste eine Leitung vom Brunnen bei der Skihütte, hinüber auf die Alp Raguta gezogen werden. Als dann das Wasser tatsächlich lief, war nicht nur das Eisfeldprojekt, sondern auch der Landwirtschaftsbetrieb im Sommer gesichert. Im Herbst 2002 wurde innerhalb einer Woche das Terrain bereit gemacht und das Becken für das Wasser resp. das spätere Eis gebaut (so wie es übrigens heute noch gemacht wird). Der Alpstall wurde in eine Küche umfunktioniert.

Dieser schwarze Schlauch bringt das dringend benötige Wasser zur Alp (Sommer und Winter).

Es wurden Curlingsteine und Besen organisiert. Ebenfalls nicht fehlen durften die Schlittschuhe zum Vermieten und natürlich die im Tal traditionellen Eisstöcke.
Der alte Viehwagen diente als Garage für die Schneefräse und ein alter Bausstellenwagen wurde zur Schlittschuh-Garderobe umfunktioniert.

Die grossen Anstrengungen für den neuen Sessellift fruchteten vielleicht nicht zuletzt wegen dem Eisfeld, das sicher einige Gäste mehr auf den wunderschönen Berg zu locken vermochte und natürlich wegen dem Schlittelweg, der anfänglich auch von der eigens gegründeten IG Natureisfeld «betreut» wurde.

Kurt Attinger, der geistige Vater der ganzen Idee, zog den Faden zusammen mit Gemeindeschreiber Thomas Bitter weiter. Es wurde zusammen mit der Gemeinde Scheid ein Projekt für eine neue Berghütte ausgearbeitet. Dies anstelle des in die Jahre gekommenen Alpstalls. Im Juni 2005 wurde der Aushub gemacht und bis im Herbst in Rekordzeit die wunderschöne Berghütte realisiert. Unzählige Fronarbeitsstunden wurden von Leuten aus Scheid, Feldis und aus dem Unterland geleistet.

2007 wurde der Verein IG Raguta gegründet

2009 wurde schliesslich an einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung des Vereins IG Alp Raguta, ein Kellerausbau und die langersehnte Sonnenterrasse bewilligt. So konnten dann auch die nicht sehr schönen baulichen «Providurien» ersetzt werden.

Zu guter letzt konnte dank grossem Einsatz von vielen Helfern, im Sommer 2010 unsere Hütte an die Kanalisation angeschlossen werden. Umgehend wurde unser Schmutzwassertank zu einem Eis- und Löschwassertank umfunktioniert. Mittels einer leistungsfähigen Pumpe kann jetzt Wasser mit dem Schlauch für die Eisarbeit eingesetzt werden, ein Anliegen das Kurt schon lange im Sinne hatte und so noch realisieren konnte. Am 12. Dezember 2010 ist Kurt Attinger nach langem Kampf mit der Krankheit gestorben. Wir behalten ihn als treibende Kraft dieser wunderbaren Idee Natureisfeld Raguta in allerbester, dankbarer Erinnerung.
Im Sommer 2011 bauten wir für den Sommerbetrieb eine doppel Doppelschaukel nachdem wir im Vorjahr schon eine Achter-Gigampfi aufgestellt haben.

Jetzt steht schon die 10. Saison vor der Tür. Aus Dankbarkeit, dass es uns schon 10 “Jahre” gibt, offerierten wir allen Gästen einen Glühwein oder einen Punsch pro Tag. Ebenfalls spendeten wir 30‘000.— Fr. für den Schlepplift auf Raguta.
Im Sommer 2012 bauten wir eine Entwässerung entlang der Garage und dem Schlittschuhraum, und bauten die Küche um. Das heisst, dass wir einen Steamer und mehr Ablagefläche einbauten und die Gasversorgung konform in den Holzschopf verlegten. Auch wurde im Keller, zur Schonung der Apparate, eine Wasserenthärteranlage montiert. Ebenfalls realisierten wir die Gedenkskulptur für Kurt Attinger, die Anlässlich des 2. Gedenkturniers eingeweiht wird.

Dank unseren über 200 Mitgliedern, Gönnern und Sponsoren ist es möglich die ganze Einrichtung zu betreiben und vielen Feriengästen, Firmen und anderen Tagestouristen eine Freude zu bereiten. Natürlich ist auch eine gute Zusammenarbeit mit den verschiedenen Anbietern am Berg von grösster Wichtigkeit. Nur miteinander ist es möglich ein hoch stehendes Tourismusangebot pflegen zu können. Ganz nach dem Motto “Eifach Guet”

Auch in diesem Jahr 2013 haben wir wieder einiges verbessert in der Berghütte und hatten einen super 11. Winter. Auch in diesem Herbst haben wir mit vereinten Kräften 200 Kg Maluns produziert und eingefroren. Auch haben wir erstmals das Apfelmus auch gleich vor Ort eingemacht oder in Beutel tiefgefroren.

Wir sind gut in der 12. Saison unterwegs und freuen uns über jeden Besuch von Gross und Klein. Dank unserer grossen Helferschar können wir ein gutes Angebot auf dem Eis und in der Küche bieten. Zwar sind die Temperaturen nicht gerade Eis – freundlich aber bis jetzt geht es immer noch……. und wir hatten Glück, das Eis konnte für's Curling und Eisstockwerfen bis am Schluss genügen. Nur die Schlittschuhfahrer kamen nicht ganz auf die Rechnung weil das Eis zu weich war. Die GV war ein Erfolg und wir konnten beschliessen, dass wir allen Mitgliedern eine 10 Fahrten Karte der SSF schenken können. Es lebe der Berg auch im Sommer…….

Die 13. und 14. Saison hinterliessen zwar jeweils ganz viele zufriedene Gäste an denen wir immer grosse Freude hatten. Aber der bittere Nachgeschmack waren im einen Winter der knappe Schnee und in beiden Wintern die hohen Temperaturen, die unserem Eis zu schaffen machten. Wir sind aber bemüht das Beste herauszuholen und dies nicht nur auf dem Eis sondern auch in der Hütte, wo wir einiges verändert und aufgewertet haben.

Wir schreiben das Jahr 2016 und sind gut unterwegs in der 15. Saison und möchten dies auch unsere Gäste spüren lassen. Wir haben ein Glücksrad aufgestellt an dem jeder Gast ob gross oder klein täglich einmal drehen darf. Die Treffer, neben den Nieten, ein Maluns, einen Punsch oder Kaffee. Eine Hauswurst oder halt einen Moment die Aussicht geniessen in unserem Alpenkino, ein Schleckstengel etc. auf alle Fälle aber einen Spass dieses Glück mit dem Rad. In dieser Saison haben wir neu einen Holzkohlegrill mit Kohle aus dem Entlebuch von der Köhlerin Doris Wicki. Die Würste schmecken sooooviel besser und es ist eine Augenweide. ! Haben Sie schon einmal von einem Papierflieger Contest mit Landungen auf dem Eis gehört – das gibt es auf Raguta

weiterempfehlen:
CMS: Redaxo | Umsetzung: summselbrumm